Preliminary results
Deutsch-niederländische Wirtschaftsbeziehungen im 20. Jahrhundert.
Symposiom, 12-13 June 2008. Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Zentrum für Niederlande-Studien der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in Kooperation mit der Fakultät für Historische und Kunstwissenschaften der Erasmus Universität Rotterdam.
Es ist allgemein bekannt, dass die deutsche und die niederländische Wirtschaft eng miteinander verwoben sind und dass die großen niederländischen Interessen auf diesem Gebiet auch politische Konsequenzen haben. So plädierten die Niederlande nach dem Ersten Weltkrieg für eine milde Behandlung Deutschlands und gewährten Deutschland in den zwanziger Jahren sogar einen für jene Zeit umfangreichen Kredit. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die niederländische Politik gegenüber dem Nachbarn im Osten ebenfalls von dem Gedanken bestimmt, dass der Wiederaufbau der Niederlande an den Deutschlands gekoppelt sei. Damit gehörten die Niederlande zu den ersten, die sich für die Marshall-Hilfe für Deutschland einsetzten. Diese Linie lässt sich bis in die heutige Zeit verlängern, und die ökonomische Orientierung der Niederlande auf Deutschland ist in den bilateralen Beziehungen eine gegebene Größe. Ziel des Symposions ist es, die politischen Implikationen der engen Wirtschaftsbeziehungen im 20. Jahrhundert zu präzisieren.